Wer war August Macke?

      Macke, August *3.1.1887 Meschede, +26.9.1914 Perthes-les-Hurlus

Seine Kindheit und Jugend verbrachte August Macke in Köln und Bonn. Nach seiner Heirat mit Elisabeth Gerhardt im Jahre 1909 lebte er in Tegernsee, in Hilterfingen am Thunersee und in Bonn. Er studierte 1904-06 an der Akademie Düsseldorf und 1907/08 bei L. Corinth in Berlin. Seine Begegnungen mit den Impressionisten in Paris, mit F. Marc und dem "Blauen Reiter", mit R. Delaunay und seine Reise nach Tunis mit P. Klee und L. Moilliet waren künstlerisch für ihn bestimmend. Er verstand seine Bilder als "visuelle Poesie". Am bekanntesten wurden seine Straße- und Parkmotive mit Menschen in lebensvollen Gruppen in leuchtenden Farben. Einen künstlerischen Höhepunkt stellen seine Tunisaquarelle dar.

August Macke zog es immer wieder nach Kandern, in diese kleine, idyllische Stadt im Südschwarzwald, wo seine Schwester Auguste als "Kronenwirtin" und nach dem Tode seines Vaters auch seine Mutter Florentine Macke lebte. Kandern war für den jungen Macke neben Bonn - Heimat. Doch es war nicht nur seine Familie, die ihn nach Kandern lockte. Er schätzte die Stadt und ihre Umgebung über alles: "Ich kenne keinen Ort, der derart klassische Motive aufzuweisen hätte, wie dieses herrliche Kandern," schwärmte er in einem Brief an seine spätere Frau Elisabeth Gerhart. Er genoss die bäuerlich-ländliche Atmosphäre und malte viel. Es entstanden ungefähr 20 Ölgemälde, zahlreiche Zeichnungen, mehrere Skizzenbücher und viele Aquarelle, darunter die für seine künstlerische Entwicklung wichtige letzte Aquarellserie nach der Tunisreise 1914. In der Töpferstadt Kandern setzte sich August Macke auch künstlerisch mit diesem alten Handwerk auseinander.

Seit 1987 trägt die Haupt- und Realschule in Kandern den Namen "August-Macke-Schule".

1996 wurde die vom Kanderner Kunsterzieher K. Beyerle kuratierte Ausstellung: "August Macke in Kandern" in Bonn und in Freiburg zu einem großen Erfolg.

Karlheinz Beyerle


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